Allgemeine und Biologische Psychologie

Expi (Psy_B_3)

PSY_B_3: Experimentalpsychologisches Praktikum im Sommersemester 2020

Kurs Gruppe 1, UnivIS 050687

Dozentin: Anne Bachmann

Thema: Das Stimmungsparadoxon beim (kreativen Problemlösen)

Inhalt: Eine große Bandbreite unterschiedlicher Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen von Stimmungen auf kreatives Problemlösen zeigt, dass positive Stimmung die Informationsverarbeitung während des Problemlösens hin zu einem abstrakteren, heuristischeren oder auch intuitiveren Informationsverar­beitungsstil modelliert, der mit dafür verantwortlich ist, dass mehr und unterschiedlichere Dimen­sionen eines Problems einbezogen, komplexer verknüpft und durchdacht werden, was schließlich zu einer kreativeren Lösung des Problems beiträgt. Dem gegenüber stehen Befunde, die den skizzierten Mechanismus infrage stellen. In diesem experimentalpsychologischen Praktikum wollen wir aufbauend auf der Studie von Kaufmann und Vosberg (1997) überprüfen, ob und welche Rolle neben der Stimmung und dem von ihr angeregten Informationsverarbeitungsstil individuelle Problemlösestrategien (optimieren vs. satisfizieren) auf das Lösen kreativer Probleme haben. Dazu wollen wir Stimmung und Problemlösestrategien experimentell variieren und einen Beitrag zur Lösung des Stimmungsparadoxes auf kreatives Problemlösen leisten.

Literatur:

  •  Kaufmann, G. & Vosburg, S.K. (1997). 'Paradoxical' Mood Effects on Creative Problem-solving. Cognition & Emotion, 11(2), 151-170.
  •  Kaufmann, G. (2003). Expanding the mood-creativity equation. Creativity Research Journal, 15(2-3), 131-135.

  • Förster, J. & Dannenberg, L. (2010). GLOMOsys: A systems account of global versus local processing. Psychological Inquiry, 21(3), 175-197, DOI:       10.1080/1047840X.2010.487849

 

Kurs Gruppe 2, UnivIS 050678

Dozentin: Charlotte Falkenberg

Bemerkung:  Einführungsveranstaltung am 8.4.20 um 16-18 Uhr

Thema: Intuitive Physik

Inhalt: Unter intuitiver Physik versteht man angeborenes oder implizit gelerntes Wissen über physikalische Gesetzmäßigkeiten. Dazu zählen z. B. Annahmen über die Bewegung von Dingen und den dabei wirkenden Kräften (Mechanik), die Eigenschaften von Licht oder von Flüssigkeiten, oder auch Annahmen über Mengen. In einigen Bereichen stimmt unser intuitives Wissen gut mit den tatsächlichen Gesetzmäßigkeiten überein, in anderen Bereichen haben selbst gut ausgebildete Erwachsene abweichende Vorstellungen davon, wie sich die Dinge verhalten. In diesem experimentalpsychologischen Praktikum soll intuitives Wissen in ausgewählten Bereichen untersucht werden.

Literatur:

  •  Bertamini, M., Spooner, A. & Hecht, H. (2004). The representation of naive knowledge about physics. In G. Malcolm (Hrsg.), Multidisciplinary Approaches to Visual Representations and Interpretations (S. 32-43). Amsterdam: Elsevier.
  •  Hecht, H. & Proffitt, D. R. (1995). The price of expertise: Effects of experience on the water-level task. Psychological Science, 6(2), 90-95.
  •  McCloskey, M. (1983). Intuitive physics. Scientific American, 248(4), 122-131.

 

Kurs Gruppe 3, UnivIS 050679

Dozent: Jürgen Golz

Thema: Helligkeitswahrnehmung: Der Chevreul-Effekt

Bemerkung:  Die erste Sitzung findet am 08.04.2019 um 17:00 in Raum 422 (OS62) statt.

Inhalt: In diesem experimentalpsychologischen Praktikum soll ein Phänomen der Helligkeitswahrnehmung untersucht werden, das sehr spezifisch erscheinen mag, jedoch von grundsätzlicher theoretischer Bedeutung ist: Betrachtet man nebeneinander liegende Streifen ansteigender Lichtintensitäten (sog. Chevreul-Reize, siehe Schlüter & Golz, 2015, Fig. Ia), so erscheint ein jeder Streifen in sich inhomogen hell, obwohl jeder Streifen in sich physikalisch homogen (d.h. von gleicher Lichtintensität) ist. In der Nähe zum angrenzenden helleren Streifen erscheint er dunkler, in der Nähe zum angrenzenden dunkleren Streifen erscheint er heller (sog. Chevreul-Effekt). Es soll überprüft werden, ob dieses Phänomen daher resultiert, dass das Wahrnehmungssystem bei derartigen Reizen eine inhomogene (in der Intensität ansteigende) Beleuchtung interpretiert.

Literatur:

  •  Schlüter, N. & Golz, J. (2015). An illumination representation approach to the Chevreul Effect. Perception, 44, 662-678. http://pec.sagepub.com/content/44/6/662.full.pdf

 

Kurs Gruppe 4, UnivIS 050664

Dozent: Christian Kaernbach

Thema: Signalentdeckung bei Unsicherheit

Inhalt: Die klassische Signalentdeckungstheorie (Signal Detection Theory, SDT) geht davon aus, dass Entscheidungen anhand von Beobachtungen auf einer Beobachtungsskala getroffen werden. Diese Beobachtungen seien normalverteilt, wobei die Verteilung für Versuche mit einem Signal einen höhere Mittelwert aufweisen als die Verteilung für Versuche ohne Signal. Diese Theorie findet sowohl in der Wahrnehmungs- als auch in der Gedächtnispsychologie Anwendung.

Im Fall von Unsicherheit über das zu erwartende Signal sinkt die Leistung. Es gibt mehrere Modelle, die vorhersagen, wie genau die Leistung als Funktion der Unsicherheit sinkt. Wir wollen diese Modelle sowohl im Bereich der Wahrnehmung als auch des Gedächtnisses auf die Probe stellen.

Literatur:

  •  D.M. Green, J.A. Swets, Signal detection theory and psychophysics, Wiley New York, 1966.

 

Kurs Gruppe 5 & 7, UnivIS 050682 & 050684

Dozent: Jabin Kanczok

Bemerkung Einzeltermine am 7.4.2020 (14:00 - 16:00 in OS75/S3 - R.184) sowie am 21.4.2020 und 23.6.2020 (16:00 - 18:00  OS62 - R.316)

Themen: Falsche Geständnisse(JK1), Manipulation durch unvereinbare Reaktionen(JK2), Embodiment(JK3), Replikationskrise(JK4)

Inhalt: 

JK1: Freiwillige falsche Geständnisse sind für juristische Verfahren sehr problematisch und bisher wenig erforscht. Selbstberichtstudien legen nahe, dass sie meist abgelegt werden, um den wahren Täter zu schützen. Sozialpsychologische Studien fanden, dass für enge Freunde eher Schuld übernommen wird als für Bekannte. In diesem Expi-Praktikum beschäftigt ihr euch mit dem Thema der „Schuldübernahme".

JK2: Wie kann man jemanden dazu bringen, einer Sache zuzustimmen, die ihm von seiner ursprünglichen Einstellung her eigentlich widerstrebt?
In diesem Experimentalpraktikum geht es darum, dass durch unvereinbare Reaktionen „natürliche" Zustände und Abläufe beeinflusst werden. Humor und Lachen sind z.B. erfolgreiche Interventionen, wenn es darum geht, einen Aggressor milde zu stimmen.

JK3: In diesem Experimentalpraktikum werdet ihr euch mit Erkenntnissen der Forschung zum Embodiment befassen, um zu lernen, dass eine verhältnismäßig kleine körperliche Intervention in der Lage ist, komplette menschliche Verhaltenssequenzen zu beeinflussen. Eines dieser Experimente werdet ihr replizieren.

JK4: In diesem Experimentalpraktikum werdet ihr ein bis zwei Studien anleiten und durchführen, die „bereits erfolgreiche" Experimente zu widerlegen suchen.

Literatur:

  • Willard, J., Guyll, M., Madon, S., & Allen, J.E. (2016). Relationship Closeness and Self-reported Willingness to Falsely Take the Blame. Behavioral sciences & the law, 34 6, 767-783 .
  •  Weitere Literatur wird beim ersten Treffen bekanntgegeben.

 

Kurs Gruppe 6, UnivIS 050689

Dozentin: Frederike Stucke

Thema: Soziale Emotionen und Respekt

Bemerkung: Einzeltermine am 8.4.2020 und 22.4.2020 um 14:00 - 16:00 in OS62 - R.315

Inhalt: Student*in, Mann, Frau, Deutsche*r, Europäer*in; wir gehören einer Vielzahl an verschiedenen sozialen Gruppen an. Ist uns diese Gruppenzugehörigkeit bewusst, wird unsere kollektive Identität salient und wir bewerten Situationen, andere Gruppen und ihre Mitglieder auf Basis eben dieser kollektiven Identität und es entstehen soziale Emotionen. Pluralistische Gesellschaften bestehen aus vielen verschiedenen Gruppen, die sich in ihren Norm- und Wertvorstellungen z.T. stark unterscheiden, die sich gegenseitig ablehnen und negative Emotionen füreinander empfinden. Studien konnten jedoch zeigen, dass die Ablehnung anderer Gruppen durch Respekt im Sinne der Anerkennung Anderer als Gleiche, ermöglicht durch eine gemeinsame übergeordnete kollektive Identität, gehemmt werden kann.

In diesem experimentalpsychologischen Praktikum soll untersucht werden, welchen Einfluss die Art der kollektiven Identität auf die sozialen Emotionen hat und wie gleichheitsbasierter Respekt diesen Zusammenhang beeinflusst.

Literatur:

  •  Mackie, D., Smith, E., & Ray, D. (2008). Intergroup emotions and intergroup relations. Social and Personality Psychology Compass , 2(5), 1866-1880.
  •  Simon, B. (2017). Grundriss einer sozialpsychologischen Respekttheorie: Implikationen für Kooperation und Konflikt in pluralistischen Gesellschaften. Psychologische Rundschau, 68, 241-250.

 

Kurs Gruppe 8, UnivIS 050676

Dozent: Joshua Lorenzen

Thema: Watching-eye effect(1) & Attentional Blink(2)

Inhalt: 

1: Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen dazu neigen, sich prosozial zu verhalten, wenn sie sich in Gegenwart von Bildern befinden, die Augen darstellen (im Vergleich zu Kontrollbildern). Eine frühe Studie von Bateson, Nettle und Roberts (2006) fand beispielsweise heraus, dass Besucher eines Universitätskaffees im Durchschnitt höhere Geldbeträge für verzehrte Getränke in einer dort aufgestellten Kaffeekasse entrichteten, wenn an dieser das Bild eines Paares menschlicher Augen angebracht war im Vergleich zu Blumenbildern. Mittlerweile gibt es viele weitere (Meta-) Studien mit verschiedensten Operationalisierungen (weniger Fahrraddiebstähle, großzügigere Spendenbereitschaft, akkuratere Mülltrennung und weniger wilder Müll, …), die auf die Konsistenz und Robustheit dieses Effektes sowohl in Labor- als auch Feldsettings hindeuten (Dear, Dutton und Fox, 2019). In diesem Praktikum leiten wir gemeinsam eine kleine Fragestellung aus der Literatur ab, die sich zum Beispiel auf die angenommenen Prozesse dahinter beziehen kann und entwickeln auf dieser Grundlage ein Experiment.

2: Im richtigen Moment zu reagieren kann in einigen Situa(onen - wie beispielsweise beim Autofahren - über Leben und Tod entscheiden. Aus diesem Grund ist gerade bei der Entwicklung von Warnsystemen von Interesse, wie die Aufmerksamkeit von Menschen auf relevante Reize gelenkt werden kann. Mit dieser Frage - genauer gesagt mit dem Einfluss von auditiven Reizen auf die visuelle Wahrnehmung - wollen wir uns auch im Rahmen des Expi-Praktikums beschäftigen, indem wir versuchen, zwei Versuche zum „attentional blink“ zu replizieren.

Literatur:

  •  Bateson, M., Nettle, D., & Roberts, G. (2006). Cues of being watched enhance cooperation in a real-world setting. Biology letters, 2(3), 412-414.
  •  Dear, K., Dutton, K., & Fox, E. (2019). Do ‘watching eyes’ influence antisocial behavior? A systematic review & meta-analysis. Evolution and Human Behavior, 40(3), 269-280.
  •  Milinski, M., & Rockenbach, B. (2007). Spying on others evolves. Science, 317(5837), 464-465.
  •  Olivers, C. N. L., & Van der Burg, E. (2008). Bleeping you out of the blink: Sound saves vision from
    oblivion. Brain Research, 1242, 191-199. doi: 10.1016/j.brainres.2008.01.070
  •  Shapiro, K., Raymond, J., & Arnell, K. (1997). The attentional blink. Trends in Cognitive Sciences, 1(8),
    291–296. doi: 10.1016/S1364-6613(97)01094-2

 

Kurs Gruppe 9, UnivIS 050688

Dozent: Sabrina Voß

Thema: Untersuchung relevanter Aspekte der Gesichtserkennungsfähigkeit von Personen

Inhalt: 

Das Identifizieren und Wiedererkennen von Gesichtern ist eine Leistung, die für unser Sozialleben von großer Bedeutung ist. Bekannte und uns vertraute Gesichter bereiten dabei den wenigsten Menschen Probleme bei der Identifizierung, wohingegen nur flüchtig bekannte und uns eher unvertraute Gesichter selbst unter guten Umweltbedingungen oft nur schwierig zu identifizieren sind. Im Rahmen einer Studie zur Gesichtsblindheit (Prosopagnosie), konnten Russel et al. (2009) sogenannte Super-recognizer identifizieren, Personen, die auch bei unbekannten/unvertrauten Gesichtern über überdurchschnittlich gute Identifizierungsfähigkeiten verfügen.

Diese besondere Fähigkeit, sich auch unbekannte Gesichter sehr gut merken und diese zuverlässig identifizieren zu können, ist besonders im Bereich der Strafverfolgung interessant. In einer Spezialeinheit der Londoner Polizei werden darum seit einigen Jahren Polizisten eingesetzt, die diese besondere Fähigkeit besitzen. Worin jedoch der Unterschied in der Wahrnehmung von Gesichtern und dem Personengedächtnis von Super-recognizern gegenüber Personen mit durchschnittlichen Fähigkeiten liegt, ist Gegenstand aktueller Forschungsprojekte. Um diese besondere Fähigkeit besser zu verstehen und Super-recognizer zuverlässig identifizieren und einsetzen zu können, besteht ein wichtiger Schritt darin, mit der Gesichtserkennungsfähigkeit zusammenhängende Variablen und relevante Aspekte der Fähigkeit zu identifizieren.

Einige dieser möglichen Variablen und Aspekte sollen im Rahmen dieses Praktikums näher untersucht und betrachtet werden.

Die Literaturangaben sind Möglichkeiten zur Einführung/Einarbeitung ins Thema! Vertiefende Literatur, bspw. zu einzelnen Variablen/Aspekten, wird nach Absprache zur Verfügung gestellt.

Literatur:

  •  Bate, S., Frowd, C., Bennetts, R., Hasshim, N., Murray, E., Bobak, A. K. et al. (2018). Applied screening tests for the detection of superior face recognition. Cognitive Research: Principles and Implications, 3 (22), 1-19.
  •  Bobak, A. K., Pampoulov, P. & Bate, S. (2016). Detecting Superior Face Recognition Skills in a Large Sample of Young British Adults. Frontiers in Psychology, 7, 1378.
  •   Manzoor, S. (2017, 1. Dezember). You look familiar: on patrol with the MET´s super-recognisers. The Guardian, Verfügbar unter: https://www.theguardian.com/uk-news/2016/nov/05/metropolitan-police-super-recognisers
  • McCaffery, J. M., Robertson, D. J., Young, A. W. & Burton, A. M. (2018). Individual differences in face identity processing. Cognitive Research: Principles and Implications, 3 (21).
  •  Russel, R., Duchaine, B. & Nakayama, K. (2009). Super-recognizer : People with extraordinary face recognition ability. Psychonomic Bulletin & Review, 16 (2), 252-257.
  •  Wilmer, J. B. (2017). Individual Differences in Face Recognition: A Decade of Discovery. Current Directions in Psychological Science, 26 (3), 225-230.

 

Kurs Gruppe 10 & 11, UnivIS 050680 & 050686

Dozentin: Jannes Freiberg & Christian Kaernbach

Thema: Frühe Kognition

Inhalt: Der Plattwurm ist eines der evolutionär frühesten Tiere, die bereits eine Trennung in zentrales und periphäres Nervensystem aufweisen. Mit gerade einmal 50.000 Nervenzellen sind die Tiere in der Lage, Reize kognitiv zu integrieren und zu lernen. Bisher ist jedoch kaum mit psychologischen Methoden erforscht, wie die Tiere lernen, was gelernt werden kann und wie lange es im Gedächtnis bleibt. Ziel dieses Praktikums ist daher die Entwicklung plattwurmgerechter Lernaufgaben zur Untersuchung der kognitiven Leistungsfähigkeit dieser Tiere.

Hierbei handelt es sich um ein Laborpraktikum mit Tierversuchen, d.h. Geduld, eine ruhige Hand und Interesse an Biologie und Biopsychologie sind von Vorteil!

Literatur:

  •  Inoue, T., Hoshino, H., Yamashita, T., Shimoyama, S. & Agata, K. (2014). Planarian shows decision-making behavior in response to multiple stimuli by integrative brain function. Zoological Letters. https://doi.org/10.1186/s40851-014-0010-z
  •  Kusayama, T. & Watanabe, S. (2000). Reinforcing effects of methamphetamine in planarians. Neuroreport. https://doi.org/10.1097/00001756-200008030-00033

 

Kurs Gruppe 12, UnivIS 050662

Dozent: Daniela Renger

Thema: Selbstrespekt

Inhalt: Obwohl Selbstrespekt in anderen wissenschaftlichen Disziplinen vielfach thematisiert wurde, gibt es in der Psychologie wenig Forschung zu diesem Konzept. Eine kürzlich vorgeschlagene Definition versteht Selbstrespekt als Überzeugung gleichberechtigt zu sein (Renger, 2018). Selbstrespekt erhöht das Empowerment einer Person (z. B. das Einstehen für eigene Rechte) bei gleichzeitiger Förderung prosozialer Einstellungen. Theoretisch kann angenommen werden, dass Selbstrespekt durch die Erfahrung gleichheitsbasierten Respekts entsteht. Erste korrelative Befunde (Renger, Eschert, Teichgräber & Renger, 2019) bestätigen diese Vermutung. Im Experimentalpsychologischen Praktikum soll dieser Zusammenhang experimentell untersucht werden, um kausale Aussagen machen zu können. Zu diesem Zweck soll eine Priming-Manipulation entwickelt werden, die die wahrgenommene Gleichberechtigung eines Individuums beeinflussen könnte. Diese Forschung soll dazu beitragen zu verstehen, wie mündige Gesellschaftsmitglieder entstehen, die sowohl für sich selbst als auch für andere eintreten.

Literatur:

  •  Renger, D. (2018). Believing in one's equal rights: Self-respect as a predictor of assertiveness. Self and Identity, 17(1), 1-21. doi:10.1080/15298868.2017.1313307
  •  Renger, D., Eschert, S., Teichgräber, M. L., & Renger, S. (2019). Internalized equality and protest against injustice: The role of disadvantaged group members' self-respect in collective action tendencies. Manuscript accepted for publication. European Journal of Social Psychology. doi: 10.1002/ejsp.2637